Einflüsse Jüdischer Identität am Beispiel der Künstler des Amerikanischen Abstraktionismus, sowie neue Identitätsentwicklung bei Jüdischen Künstlern der Nachkriegszeit

Yury Kharchenko:

Einflüsse Jüdischer Identität am Beispiel der Künstler des Amerikanischen Abstraktionismus, sowie neue Identitätsentwicklung bei Jüdischen Künstlern der Nachkriegszeit (DE)

Yury Kharchenko

In meiner Arbeit untersuche ich Jüdische Künstler des Amerikanischen Abstraktionismus nach dem Einfluss ihrer persönlichen Erlebnisse Jüdischer Herkunft auf die Kunst:

1.       Mark Rothko, Barnett Newmann, Morris Louis, Michael Goldberg, Philip Guston, Lee Krasner, Adolph Gottlieb, Ilya Bolotowsky, Robert Motherwell, Helen Frankenthaler, Philip Guston.

2.      Weiterhin werden unten aufgelistete Jüdische Künstler der Nachkriegszeit auf zeitbedingte Veränderung der soziokulturellen Lebensverhältnisse sowie die neugebildete Rezeption des Jüdischen Einflüsses und auf einer neuen Ebene stattfindende Konfrontation mit dem Judentum unersucht:

 Helene Aylon, Sol LeWitt, Dan Graham, Richard Serra, Eleanor Antin, Leon Golub and Nancy Spero, David Rabinovitsch. 

The Center of Jewish Art, was von Bezallel Narkiss in der Hebrew University gegründet wurde, spielt eine wesentliche Rolle in der Evolution von Jüdischer Gegenwartskunst. Vor Jahren haben amerikanische Historiker dazu tendiert den Jüdischen Bezug zu vermeiden, aber jetzt hat sich vieles verändert und seit wenigen Jahren haben viele Historiker diesem Subjekt viel Bedeutung wegen religiösen, ethischen und kulturellen Gründen gegeben. Sie konstatieren, dass dieser Bereich relativ neu und weit geöffnet ist, und deswegen eine noch jahrelange fruchtbare Recherche erwartet wird.

Die Israelischen und Amerikanischen Kunsthistoriker wie Avram Kampf, Linda Nochlin, Sander Gilman, Norman Kleeblatt und Ziva Amischai-Maisels, die sich mit der Jüdischen Narrativität beschäftigen, fanden einen Austausch, in dem sie gegenseitig über die Künstler geschrieben haben. Das Besondere dabei ist der unterschiedliche Ursprung nationaler Historie, was spezifische Fragen und Antworten beeinflusste.

Durch die wissenschaftliche Analyse der Jüdischen Kunstszene, die durch die Deutsche Gesellschaftsreform Anfang des 20. Jahrhunderts Eingang in das Weimarer Kulturleben fand und damit die Jüdische Kunst als Kulturform durch die zu der Zeit liberale, wissenschaftliche oder zionistische Jüdische Bewegungen darzustellen versuchte, wird folgendes klar:

 Die Integration der Deutschen Juden, die zu der Zeit durch starke Urbanisierung und Assimilation nur wenig vom Judentum wussten, in das Kulturleben, das sich als Synthese von der neu entstanden Interpretation des Judentums mit europäischer Kunst und Kultur zeigte, hatte trotz der durch den Antisimitismuswachstum entstandenen Katastrophe Ihre Weiterentwicklung danach über alle Kunstperioden und prägt wesentlich das Moderne Zeitalter.

Die Kunstmoderne Anfang des 20. Jahrhunderts in der Weimarer Republik, deren grundlegende Eigenschaft die Akzeptanz des Dialogs mit dem “Anderen” darstellte, in der Zeit wo “Dialogische“ Basis des göttlichen Bundes durch Nietzsches „Gottes Tod“ erschüttert, wurde zu einer spezifischen Zeit von Künstlern Jüdischer Herkunft . Martin Buber: „das wesenhafte Hinwenden zum anderen als „personenhafte Existenz“…., „Der Mensch wird am Du zum Ich“. Dieses Zitat von Martin Buber scheint in besonderem Maße auf jüdische Künstler bezogen zu sein, wo der göttliche Bund auch in einer Zeit existieren kann, in der Gott nicht spricht oder nicht existiert. „Von Gott wissen wir nichts. Aber dieses Nichtwissen ist Nichtwissen von Gott. Als solches ist es der Anfang unseres Wissens von ihm.“- Franz Rosenzweig in GOTT UND SEIN SEIN ODER METAPHYSIK

 Welcher Gott ist tot?

 

– Nietzsche spricht über den metaphysischen, theologischen Gott.

 

Die Künstler untersuchen in Ihren Werken den Begriff des Glaubens, in einer Paradigma, wo jede Basis des Glaubens ausgelöscht wurde. Gefragt wird, ob Gott dafür notwendig ist? Welcher Gott, wenn überhaupt, ist leitfähig um eine neue Solidaritätsethik zu schaffen? Wo lokalisiert man diesen Gott im Chaos?

Sie alle wollen sowohl die Struktur des göttlichen Bunds fortsetzen, was für die Erhaltung des Judentums entscheidend ist, auch wenn zum Teil es ein illusionistischer Aspekt sei, jedoch mit dem Ziel eine Neubewertung zu definieren.

Sie alle als Fortsetzer Nietzsches „Neuwertung aller Werte“ fürchten, dass er mit seiner Dekonstruktion der religiösen Werte zu weit gegangen sei. Sie vertreten gemeinsam die Ansicht, dass „Illusionen“ notwendig seien um ein ethisches System zu schaffen.

Die Suche nach dem leitfähigen Gott stellt einen Prozess dar, der im Verhältnis zu „Illusionen“-göttlicher Bund- sich als fruchtbar erweisen kann.

 

Die Auseinandersetzung Jüdischer Kunstgeschichte zur Zeit der Weimarer Republik ist deshalb von grosser Bedeutung, da hier eine thematische Verbindung zu Jüdischen Künstlern des Amerikanischen Abstraktionismus hergestellt wird.

Hier entstehen Fragen, die diese thematische Verbindung unterschiedlicher Künstlergenerationen im Vorkriegseuropa charakterisieren:

Wo und wie passen jüdische Künstler in die Gemeinschaft des Vorkriegseuropas?

In welcher Form waren die Jüdischen Gemeinden speziell oder ähnlich zu den Christlichen Gemeinden?

Juden waren Minderheit in der Europäischen Sozietät. Welche Bedeutung hatte es für ihre soziale Lage im globalen europäischen Kontext?

War das Bild von Shtetl, einem kleinen Jüdischen Siedlungsort mit typischen religiösen und ökonomischen Gegebenheiten, ein Stereotyp der Juden?

Welche Rolle spielten die Pogrome und Antisemitismus in der Beziehung zwischen den Jüdischen Gemeinschaften und der europäischen Sozietät?

 Die Antwort auf diese Fragen wird vor allem die Stellung der Juden im Vorkriegseuropa darstellen, was theoretischen und empirischen Hintergrund für die Analyse der Transformation von Judischen Gemeinden darstellt und somit die Lage des „Jüdischen Künstlers“ damaliger Zeit aufdecken wird:

Was sind Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Intentionen des bildnerischen Ausdrucks der Künstler?

Wenn man Juden im Vorkriegseuropa meint, dann spricht man hauptsächlich von denen, die in kleinen Gemeinden gelebt haben, nur sehr selten migriert sind, in vielem abhängig von den örtlichen Gesetzen und der ökonomischen Lage.

Die Juden, die migriert sind, haben es aus besonderen Gründen gemacht. Viele von denen waren Künstler.

Theodor Herzl, der Anfänger der Zionistischen Bewegung, sowie Martin Buber legten ein kulturfördendes Fundament für die damalige Jüdische Kunst. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden viele Romane, Erzählungen, sowie Theaterstücke die einen deutlichen Versuch zeigten eine neue Deutsch Jüdische Lebensweise zu entwickeln, die aber das Jüdische nicht zu vergessen scheint, sondern durch die wissenschaftliche Untersuchung des Judentums verschmolzen mit der modernen Gemeinschaft der damaligen Zeit zu verknüpfen und dadurch die Tiefe des Judentums der Deutschen Gesellschaft zu zeigen versuchte. Dadurch wollte man gleichzeitig eine neue Identität schaffen und durch diese eine soziale Gleichberechtigung gegenüber den Deutschen erlangen. Wie in keiner anderen Recherche auf diesem Gebiet vor Michael Brenner, argumentiert er, dass deutsche Juden an der Jahrhundertwende sich viel stärker und detailreicher mit Ihrer Jüdischen Herkunft und deren Bedeutung für sie als Künstler und Gesellschaft beschäftigt hatten. 

Modernisierung

Die Modernisierung Europas, vor allem in Form der Urbanisierung, veränderte die traditionelle Jüdische Sozietät. Mit der Entwicklung der ökonomischen und technischen Möglichkeiten sind die Wände der Jüdischen kleinen Orte gefallen und Juden migrierten.

 Beispiel Mark Rothko:

Wegen der anwachsenden Antisemitismusgefahr sowie Stereotypen, dass Juden künstlerisch nicht veranlagt wären (hier wird auf Künstler der Weimarer Republik referiert), beschlossen viele Jüdische Künstler Ihre Identität durch Namensänderung zu verschleiern. Der erwähnte Stereotyp wird am folgenden Zitat von Ludwig Wittgenstein, der selbst Jude war, sichtbar: „Man könnte sagen, (ob es nun stimmt oder nicht), dass der jüdische Geist nicht im Stande ist auch nur ein Gräschen oder Blümchen hervorzubringen, dass es aber seine Art ist, das Gräschen oder die Blume, die im anderen Geist gewachsen ist abzuzeichnen und damit ein umfassendes Bild zu entwerfen“.

 Der berühmte amerikanische Abstraktionist Mark Rothko (geb. Marcus Rothkowitz), aus Lettland, die Region mit den starken Talmudschulen damaliger Zeit, der an einer Jüdischen Schule „Heder“, gelernt hatte, emigrierte 1913 mit seiner Familie nach USA. Trotzdem er, wie viele andere Jüdische Künstler seiner Zeit, mit dem elterlichen religiösen Leben abgebrochen hatte, besaß er schon einen reichen Hintergrund am religiösen Wissen. Er sprach Jiddisch und konnte flüssig Hebräisch, als er 1913 nach USA emigrierte. Die Immigration hat eine kennzeichnende Spur in Rothkos Werk hinterlassen. Die Straßeszene, 1936/37, wo eine Jüdische Familie isoliert vor der Kluft des Nichts steht, spiegelt die Brutalität und Aufeinandertreffen zweier Welten der Emigration. Die europäische Katastrophe und der Holocaust beeinflussen maßgeblich Rothkos Werk, und zwar den typischen Rothko, den wir kennen. 1951 löst sich Mark Rothko komplett vom Narrativ – Figurativen, kennzeichnend aus den Jahren bevor 1940 und konzentriert sich auf vertikale Rechtseckkompositionen. Der eigentliche Wendepunkt für Mark Rothko ist das Jahr 1941, wo er „mitbekommen hatte, dass Deutschland jeden Juden in Europa und der ganzen Welt zu vernichten vorhatte“. Rothko änderte radikal seinen Still und überging zum spirituell religiösen und vor allem dem philosophischen Begriff des „Mythos“, sowie der „Tragik“.

Bezüglich des Holocaust äußert sich Rothko wie folgt: „Well, you know, this kind of disfiguration and this kind of thing you cannot touch, but it is, you know, part of what you feel and part of what you express about the tragedy of it all“.

Ein gravierender Unterschied zu Jackson Pollocks abstrakter Malerei, wo Körper und Kunst physisch miteinander vereinigt werden, spielt bei Jüdischen Abstraktionisten wie Mark Rothko, Barnett Newmann und Adolph Gottlieb das Transzendental-Mythologische sowie Spiritualität die wesentliche Rolle.

So ein Zitat von Mark Rothko und Adolph Gottlieb in New York Times 7 Juni, 1943: „We assert that the subject is crucial and only that subject matter is valid which is tragic and timeless. That is why we profess spiritual kinship with primitive and archaic art”.

Kate Rothko, seine Tochter, berichtete, dass Holocaust zwar nie zuhause öffentlich diskutiert, doch immer von Mark Rothko sublimiert wurde. Der Verlust der alten Jüdischen Identitätswelt vor der Immigration in die USA spiegelt sich nicht nur durch sein transzendentes und von Leere geprägtes Werk der 50 Jahre, sondern auch in seinem Spätwerk, was von dunkler, schwerer Tragik geprägt wurde. Die Kapelle in Houston stellt es dar: trotz des auf den ersten Blick scheinenden Ruhe, Spiritualität und Frieden der Bilder in der Kapelle entwickelt sich das Gefühl von dunkler Bedrohung und Unsicherheit. Besonders dieses Spätwerk Rothos ist kennzeichnend für die Melancholie, die durch sein Lebenswek zu spüren ist und die Altersdepressionen vor dem Selbstmord darstellt. Diese Eigenschaften sind durch sein ganzes Hauptwerk ersichtlich und erfüllen seine wesentliche Künstlerexistenz. Die Tragik und der Mythos, die in seinen Bildern gewahr werden, sind nur Sublimierungen von seiner alten Erfahrung und Erinnerungen der Vergangenheit in der Heimat und der unmöglichen Immigration und Integrationsfähigkeit in USA.

Ein anderer interessanter Ähnlichkeitsbezug Rothkos auf Jüdisches Geistesleben ist das Verbinden unterschiedlicher Zeitereignisse in eine Einheit. So verbindet er z.B. das Archaische mit Moderner Kunst und findet Bezüge zu vergangener „Tragik“ in der Jetzt–Zeit. Das ist die Antwort auf den alten Jüdischen Brauch: “Das Eins – Werden von alten Ereignissen, wie z.B. Tempelzerstörung, Sukkot oder besonders Pessach mit der Gegenwart“. Bei Pessach ist es so, wir müssen uns vorstellen physisch und spirituell Ägypten zu verlassen. Es geht hier um die Metapher der Freiheit und Bedeutung des in Judentum geprägten Begriffs des „Sklave – Seins“. Wer war „ich“ als „Sklave“ in Ägypten im moralischen, ethischen Sinn? Wie wurde ich frei? Was bedeutet die Transformation des „Juden“ aus dem Ägyptensklaven in den G-ttessklaven?

Es geht um das Erlebnis der Aktualisierung (z.b. im Gebetsbuch „Mahsor“, was für Rosh Hashana (Neujahr) und Yom Kippur (Tag der Vergeltung) benutzt wird gibt es dafür eine sehr kennzeichnende, folgende Stelle: „Wir sind Deine Kinder von Deinem Bund mit uns, Kinder von Abraham, Isaak, Kinder Jakobs“)

Im Jüdischen Denken, was Mark Rothko unter anderem in seinem Werk überliefert, ist der Konzept der Zeit nicht der einer linearen Folge, sondern stellt einen Prozess dar, wo Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbunden sind und zu einem gewissen Umkreisen tendieren. Die Vergangenheit bedeutet nicht nur „vergangen“, sondern ist immer das, was wiederkehrt und durch aktualisierende Urteile zum Ergebnis führt. Der Begriff der Ewigkeit scheint hier am passendsten zu sein, was auch Rothkos Intention mit dem Jüdischen Aspekt verbindet und den Bezug zu seiner orthodoxen jüdischen Schulung herstellt.

Hier stellt sich die Frage inwieweit Rothkos Migration den Bezug zu seinen Jiddischkeiterfahrungen verändert?

 Wie sind diese Veränderungen durch sein Hauptwerk zu charakterisieren?

 Assimilation

Bei allen äußert sich eine gewisse Angst in den Werken als Resultat der Unumgänglichkeit der Assimilation. Jeder ist assimiliert in der gemeinen Kultur des Europäisch – Amerikanischen Modernismus, jedoch auch bestrebt seine Jüdische Identität aufrechtzuerhalten.

Wie war deren künstlerische Antwort auf die Nötigung der Modernisierung im Verhältnis zur Assimilation?

Beispiel Helene Aylon:

Helene Aylon ist eine Multimedia Künstlerin, die für Ihren G-d Projekt bekannt wurde. Sie stammte aus einer orthodoxen Jüdischen Familie, doch im Kontrast zu vielen Amerikanischen Abstraktionisten wurde Sie in New York geboren, Sie gehört einer anderen Künstlergeneration an (anzumerken ist hier, dass Sie eine der wenigen Jüdischen Künstlern mit einer direkten religiösen Thematisierung konfrontiert). Sie erlebt keine vergleichbare Migration wie die Jüdischen Künstler des Amerikanischen Abstraktionismus und bleibt somit von vielen vergleichsbaren soziokulturellen Umstellungen damaliger Zeit verschont. 1960-1980 beginnt Aylon die orthodoxen Jüdischen Einschränkungen in Ihrer Arbeit zu kritisieren und stellt künstlerische Fragen in Form von Aktionen und Installationen. Hauptsächlich beschäftigte Sie sich zu der Zeit mit der kritischen Auseinandersetzung der patriarchalen Seite der Thora – wie in der Jüdischen Tradition die Frau behandelt wird.

In Ihrer zumeist installativen Arbeit thematisiert Sie offen Fragestellungen in der aktuellen ethischen und vor allen Dingen religiösen Problematik zwischen verschiedenen Formen Jüdischer Lebensweisen. Bemerkenswert an Ihrer Arbeit ist, dass Sie furchtlos Biblische, talmudistische Kontexte und Gesetzesgebungen des Judentums auf audiovisuelle Möglichkeiten auslotet und diese dann in den Kontext zu modernen Fragestellungen in der Gesellschaft auf eine höchst kritikfähige Weise in Verbindung setzt.

1988-1996 arbeitet Aylon an Ihrem berühmten Projekt „The Liberation of G-d“.

„The king of Fundamentalism seems to be G-d himself, unless G-d was framed by the patriarchs, unless G-d was depicted by their projections, unless G-d was used for their needs”… I looked into passages whose patriarchal attitudes have been projected onto G-d as though man has the right to have dominion even over G-d”…When will G-d be rescued from ungodly projections in order to be G-d…”The central Jewisch categories of Tora, Israel and G-d all are constructed from male perspectives”…”G-d needs to be liberated”.

Aylon ist zwar der Thora gebunden als Quelle, jedoch auch als einen Platonischen Konzept, wo Sie viele Ungerechtigkeiten erkennt. Sie versteht, dass man wenig verändern kann, denn Thora ist Wort G-ttes, für die Orthodoxen, mit denen Sie sich in Vielem identifiziert, sowie die Quelle des authentischen Judentums.

Die Jüdische Kunstgeschichte in USA hat einen enormen Aufstieg konstatiert, dass faszinierende Details und interessannte Fragestellungen öffnet.

USA ist das Land, wo die meisten Juden nach der russischen Revolution und dem zweiten Krieg emigriert sind. Im Vergleich zu in der sowjetischen und nationalsozialistischen Staatsregime in Russland und Europa damaliger Zeit waren USA ein Land, wo Jüdische Emigranten trotz der grossen Assimilation die Jüdischen Traditionen in unterschiedlichsten sich durch die Zeit gebildeten Ausdrucksformen leben konnten.

 Trotzdem die Künstler den gemeinsamen religiösen Hintergrund haben, gibt uns Ihre Arbeit keine definitiven Rahmen, was die Charakteristik der Jüdischen Kunst sei.

In den letzten Jahrzehnten wurde die Jüdische Kultur für sich neuentdeckt und interpretiert. Die jüngere Generation ist auf der Suche nach ihren religiösen Ursprüngen und familiären Historie. All das um die Frage: „Woher komme ich?“ zu beantworten. Die Antworten sind unterschiedlicher Erfahrungsereignisse in den Medien von Malerei, Skulptur, Film, Video und Installation. Niemand von den Künstlern der Holocaustgeneration und der danach, wobei es anzumerken ist, dass die letztere Generation viel stärker sich im „Mainstream“ der amerikanischen Kultur war und weniger belehrt in der Jüdischen Religiosität, scheint von den 2 wichtigsten Ereignissen des 20. Jahrhunderts der Jüdischen Geschichte: Shoa und Gründung des Staats Israel losgelöst zu sein, im Gegenteil entdeckt man, wie vehement diese Ereignisse Einwirkung auf die Künstler ausübten und deren Arbeit veränderten.

Eine noch jüngere Generation, wie Weisberg, Kahn und Rand sowie andere Jüdische Künstler, die nach 1960 geboren sind, finden spezifische Spiritualität Aspekte, jenseits der bereits vorgegebenen Normen, die Ihnen die Möglichkeit geben anders sich an das Judentum zu nähern.

Die aktuelle Problematik taucht bei jüngeren Künstlern, die nach 1970 geboren sind, wo es bei den meisten einen Mangel an seriöser Jüdischer Religiosität zu konstatieren ist, trotzdem identifizieren sie sich als Jüdisch. Was bleibt ist die ethische Kultur, überliefert in Form der Erinnerung von den Traditionen der Eltern und Großeltern.

About yurykharchenko

Kay Heymer, Director of Modern Art Department, Museum Kunstpalast Düsseldorf Yury Kharchenko’s Houses With his twelve wall-sized paintings in the cycle "The 12 tribes of Israel" the artist Yury Kharchenko opens up unchartered terrain to the art of painting and at the same time consciously refers to an heroic tradition of non-representational painting, which originated in the U.S.A. in the 1940s. The painters of that tradition - in particular Barnett Newman, Mark Rothko and Adolph Gottlieb - wanted to find their specific identity in a sharp separation from European painting, especially Surrealism, as well as in the invention of a visual language which aimed not to portray, but rather to set free form and colour in order to charge their works with spiritual power. They did so with huge aspirations and equally huge formats. This tradition was heroic because it did not allow itself to be discouraged by the disillusionment caused by the social and historical experiences of the 20th Century with its disasters was not discouraged and believed unswervingly in the integrity of a transcendental form of painting which stood for mental and social freedom. Yury Kharchenko’s works can make one forget that such a thing as pop art and post modernism ever existed. His pictures are completely free of cynicism, and there is nothing second-hand about them. His painting is not that of an epigone. They focus on the formal and emotional possibilities of painting. They are both non-representational - pure visual phenomena like sounds – and representational - simple shapes such as the houses, which form the backbone of the cycle, or as the silhouettes of figures hidden in the thickets and scrub of the dark lattice structure of these pictorial spaces. Yury Kharchenko’s paintings are delightful in their texture and their sense of color, stimulating the senses and arousing strong feelings in the viewer. Kharchenko refers to his Jewish roots - particularly the tension between religion and philosophy- in order to give structure to his paintings. His ambivalent attitude towards the subject-matter might explain this, however that is not the key to the success of these works. They already have enough depth and power of conviction as pure forms in their own right. His paintings hold their own even without the viewer having knowledge of the branched and fascinating details of Jewish spiritual history. A decisive quality of these paintings is their individuality, which makes it seem logical that Kharchenko has given them the names of brothers. Their archaic quality shows itself in the reliance on the energy personified in each painting. Kharchenko’s painting relies on a general human spiritual force that has
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